๐Ÿ”๏ธ Morteratschgletscher – Wo die Natur zeigt, wie klein wir Menschen eigentlich sind

Und da ist er wieder...

โœจ Einer dieser Tage, an denen einfach alles passt.

Der Himmel strahlt in seinem schönsten Blau. โ˜€๏ธ Die Kameraakkus sind geladen. ๐Ÿ“ธ Die Sandwiches geschmiert. ๐Ÿฅช Das Auto vollgetankt. ๐Ÿš—

Die Vorfreude?

Riesengross. ๐Ÿ˜

Unser Ziel führt uns heute ins wunderschöne Engadin, genauer gesagt zum beeindruckenden Morteratschgletscher. ๐Ÿ”๏ธโ„๏ธ

Schon die rund zweieinhalbstündige Fahrt ist jedes Mal ein Erlebnis. Besonders der Albulapass fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Riesige Geröllfelder, Felsen soweit das Auge reicht ๐Ÿชจ und eine wilde Berglandschaft, die einen bereits auf der Anreise staunen lässt.

Hier verläuft sogar die europäische Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. ๐ŸŒ๐Ÿ’ง

Und irgendwo dort oben wartet auch schon einer meiner absoluten Herzensorte...

๐Ÿ’š Der Lai da Palpuogna.

Ein See, der mich zu jeder Jahreszeit aufs Neue verzaubert. Das glasklare Wasser, die geheimnisvollen Krater am Grund und dieses unglaubliche Farbspiel lassen mich jedes Mal stehen bleiben und einfach nur geniessen. Besonders im goldenen Herbst gehört er für mich zu den schönsten Seen überhaupt. ๐Ÿ‚โœจ

Aber...

für diesen Lieblingsplatz nehmen wir uns später Zeit.

Jetzt wartet erst einmal der Gletscher.

Da wir erst gegen Mittag ankommen, ist der grosse Parkplatz natürlich bereits rappelvoll. ๐Ÿ˜„๐Ÿš—

Zum Glück finden wir auf einem der kleineren Parkplätze noch einen freien Platz und unser Abenteuer kann beginnen.

Keine fünf Minuten unterwegs und schon wartet das erste Highlight auf uns.

๐Ÿ’œ Ein riesiges Feld voller blühender Lupinen.

Wer mich kennt, weiss wahrscheinlich längst:

Ich LIEBE Lupinen. ๐Ÿ˜

Diese Farben mitten zwischen Bergen, Wäldern und Gletschern...

einfach traumhaft.

Am liebsten hätte ich jede einzelne fotografiert. ๐Ÿ“ธ๐Ÿคฃ

Erst danach erreichen wir die wunderschöne Cascada da Bernina, deren Wasser sich rauschend seinen Weg durch die Felsen bahnt und den perfekten Auftakt für diese Wanderung bildet. ๐ŸŒŠ๐Ÿ’š

Je weiter wir Richtung Gletscher wandern, desto spannender wird der Weg.

Entlang des Wanderwegs stehen Säulen mit Jahreszahlen.

Sie zeigen eindrücklich, wo sich die Gletscherzunge früher befand.

Jahr für Jahr.

Meter für Meter.

Und plötzlich wird einem bewusst, wie unglaublich schnell sich diese gewaltige Landschaft verändert.

Vor rund vier Jahren war ich bereits einmal hier.

Selbst in dieser kurzen Zeit hat sich der Morteratschgletscher nochmals deutlich zurückgezogen.

Traurig?

Ja.

Beeindruckend?

Absolut.

Gerade deshalb sollte man diese gewaltigen Eisriesen besuchen, solange wir sie noch bestaunen dürfen. โ„๏ธ๐Ÿ”๏ธ

Ein Moment bleibt mir dabei besonders in Erinnerung.

Meine bessere Hälfte bleibt plötzlich stehen und sagt ganz ruhig:

"Schau dir mal die Vegetation an... wie gross die Bäume in den letzten hundert Jahren geworden sind." ๐ŸŒฒ

Und plötzlich schaut man die Landschaft mit ganz anderen Augen an.

Je näher wir dem Gletscher kommen, desto kleiner werden die Bäume.

Nicht nur der Gletscher erzählt seine Geschichte...

Auch der Wald tut es.

Ich liebe genau solche Momente.

Wir beobachten beide die Natur auf unsere ganz eigene Art und entdecken dadurch Dinge, die dem anderen vielleicht gar nicht aufgefallen wären.

Genau das macht unsere gemeinsamen Wanderungen so besonders.

Wir ergänzen uns einfach unglaublich gut. โค๏ธ๐Ÿฅน

Je später der Nachmittag wird, desto mehr verändert sich die Landschaft.

Und plötzlich verändert sich auch die Luft.

๐ŸŒฟ

Überall liegt dieser herrliche Duft von wildem Thymian.

Am liebsten würde ich einfach ein grosses Säckchen dieser Bergluft mit nach Hause nehmen.

Leider gibt es dafür noch keinen Vakuumbeutel. ๐Ÿคฃ

Auf dem Rückweg eröffnet sich nochmals ein gewaltiges Panorama auf die Livigno-Alpen mit dem 3166 Meter hohen Piz Alvris.

Diese riesigen Felswände und unzähligen Gesteinsbrocken erinnern einen daran, wie winzig wir Menschen eigentlich sind.

Und irgendwie fühlt sich genau das unglaublich beruhigend an. ๐Ÿ’š

Zurück beim Hotel Morteratsch gönnen wir uns erst einmal einen wohlverdienten Kaffee. โ˜•๐Ÿ˜

Schliesslich ist unser Tag noch lange nicht vorbei.

Denn jetzt warten noch zwei ganz besondere Zwischenstopps.

โœจ Der Lai da Palpuogna.

โœจ Das Landwasserviadukt.

Als wir den Albulapass am Abend wieder hinauffahren, ist es herrlich ruhig.

Nur wenige Autos.

Ein paar Velofahrer.

Ganz viel Frieden.

Und dann...

๐Ÿ’š

...liegt er vor uns.

Mein Lieblingssee.

Der Lai da Palpuogna.

Natürlich müssen wir wieder einmal den kleinen Rundweg spazieren.

Nicht einmal zwei Kilometer.

Aber jeder einzelne Meter lohnt sich.

Das Abendlicht spiegelt sich im glasklaren Wasser, die Berge leuchten langsam golden und wir haben einen Lachflash nach dem anderen. ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ

Sogar die Fischer müssen irgendwann mitlachen.

Und genau solche Momente kann man nicht planen.

Sie passieren einfach.

Nach einer kleinen Stärkung auf dem Parkplatz und kurzer Lektion Sächsisch & Schweizerdeutsch lernen ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ geht es weiter Richtung Filisur.

Eigentlich hätten wir jetzt ganz vernünftig nach Hause fahren können...

...

Aber mal ehrlich...

Das wäre irgendwie überhaupt nicht wir gewesen. ๐Ÿคฃ

Normale Menschen beenden ihren Wandertag, steigen ins Auto und fahren heim.

Wir?

Wir packen am Landwasserviadukt erst einmal die UV-Taschenlampe aus und beginnen mitten in der Dämmerung, Steine anzuleuchten. ๐Ÿ”ฆ๐Ÿคฃ๐Ÿ’œ

Ja...

Das ist SO typisch wir. โค๏ธ

Dort wartet unser letzter Halt.

๐Ÿš‚ Das berühmte Landwasserviadukt.

Eigentlich wollen wir "nur schnell noch schauen"...

Tja.

Dann kommt die UV-Lampe zum Einsatz.

Und plötzlich stehen wir wie zwei neugierige Kinder zwischen den Steinen und rufen uns ständig neue Entdeckungen zu.

๐Ÿ’™ "Schau mal der hier!"

๐Ÿงก "Boah! Der leuchtet ORANGE!"

๐Ÿ’œ "Der da ist violett!"

โค๏ธ "Ääääh... warum leuchten jetzt meine Hände orange?" ๐Ÿคฃ

Wir kommen aus dem Staunen und Lachen kaum noch heraus.

Man fühlt sich plötzlich wie in einer völlig anderen Welt, obwohl man eigentlich nur neben einem Wanderweg steht.

Und genau das liebe ich an uns.

Wir brauchen keine grossen Attraktionen oder Action.

Gib uns eine Taschenlampe, ein paar Steine und jede Menge Neugier...

...und schon haben wir den Spass unseres Lebens. ๐Ÿ˜‚โค๏ธ

๐ŸŒ™ Gegen Mitternacht kommen wir schliesslich müde, aber überglücklich wieder zuhause an.

Über 500 Kilometer.

Unzählige Eindrücke.

Wunderschöne Landschaften.

Ein beeindruckender Gletscher.

Lupinen ohne Ende.

Glasklare Bergseen.

Ein Duft nach wildem Thymian.

Und zum krönenden Abschluss leuchtende Steine mitten in der Nacht.

Manche Ausflüge bestehen nicht nur aus Kilometern.

Sie bestehen aus kleinen Momenten, die man nie wieder vergisst. โค๏ธ

Und genau deshalb lieben wir solche Tage so sehr.

Jetzt lasse ich die Bilder sprechen.

๐Ÿ“ธ๐Ÿฅพ๐Ÿ”๏ธ

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Mitwandern! ๐Ÿ’š๐Ÿ˜Š

Wer sich für die Gletscher interessiert darf gerne auf den folgenden Button klicken, da werdet ihr weitergeleitet zum Thema

Das Uhrwerk der Erde : Wie Gletscher entstehen und schrumpfen

Bewertung: 5 Sterne
1 Stimme

Kommentar hinzufรผgen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.