🏔️💚 Engadin – Staunen, entdecken und eigentlich gar nicht mehr heim wollen

 

⏰ 4:30 Uhr – und plötzlich ist Müdigkeit relativ

Samstagmorgen, 4:30 Uhr.

Mein innerer Wecker schreit: AUFSTEHEN!

Die Augen gehen auf und noch bevor der Rest meines Körpers überhaupt verstanden hat, was hier gerade passiert, macht sich schon ein ziemlich breites Grinsen in meinem Gesicht bemerkbar. 😁

Warum?

Weil es heute in eine meiner absoluten Lieblingsgegenden geht.

Jaaaaaa – ins Engadiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! 😍😍😍🏔️

Allein die Fahrt dorthin ist für mich schon eine kleine Reise für sich. Diese Landschaft verändert sich Kilometer für Kilometer und irgendwann sitzt man eigentlich nur noch im Auto und schaut links, rechts, links, rechts...

...und würde am liebsten alle fünf Minuten wieder irgendwo anhalten. 😂📸

Vorbei geht es am wunderschönen Lai da Marmorera, wo wir uns erst einmal einen Kaffee und etwas Kuchen gönnen. ☕🍰

Und mein Schatz?

Der kommt schon hier kaum mehr aus dem Staunen heraus. 🥹❤️

Ich kann es ihm nicht verdenken.

Weiter geht es über den kurvenreichen Julierpass, vorbei am Silvaplanersee und schliesslich Richtung Sils im Engadin zum wunderschönen Silsersee.

Und spätestens dort ist es wieder passiert.

Dieses Gefühl von:

Jep. Genau deshalb wollte ich hierher. 💚

Diese Berge. Dieses Wasser. Diese Wälder. Diese Weite.

Schon bei der Anfahrt schlagen unsere Herzen ein kleines bisschen schneller.

🚗 Angekommen in Sils – jetzt dürfen endlich die Wanderschuhe ran

Parkiert haben wir auf dem Parkplatz Fainera in Sils. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig; für ungefähr 8,5 Stunden haben wir 18 Franken bezahlt. Wenige Meter weiter gibt es ausserdem ein Parkhaus.

Rucksack auf. 🎒
Kamera dabei. 📸
Schatz dabei. ❤️
Beine motiviert. 🥾

Kann losgehen. 😁

Wir starten ganz gemütlich Richtung Silsersee und laufen zunächst noch ein Stück am Wasser entlang.

Und allein hier könnte ich eigentlich schon wieder Stunden verbringen.

Das Wasser ist so klar, dass man bis auf den Grund schauen kann. Die Berge spiegeln sich darin, ein altes Ruderboot liegt am Ufer und irgendwo draussen sitzt diese kleine bewaldete Insel mitten im See...

Wie soll man da bitte einfach vorbeilaufen?! 😍😂

Aber irgendwann schaffen wir es tatsächlich, uns vom Wasser loszureissen.

Der Weg zweigt links ab.

Und dann geht es hinein...

🌲 in den Wald.

🌲 Einatmen. Ausatmen. Ankommen.

Schon nach wenigen Metern verändert sich alles.

Die Geräusche werden leiser.

Das Licht fällt durch die Äste.

Der Boden wird weich.

Und diese Luft...

Allein diese Luft einzuatmen ist purer Luxus für Körper, Geist und Seele. 💚🌿

Der Waldweg steigt angenehm an und ist genau so, wie ich Wanderwege liebe: schmal, natürlich, ein bisschen wild und an jeder Ecke gibt es irgendetwas zu entdecken.

Und da vier Augen bekanntlich mehr sehen als zwei, besteht unsere Unterhaltung ungefähr aus:

„Schatz, schau!“

Drei Meter später:

„Schatz, guck mal!“

Weitere fünf Meter:

„Ooooh Schatz, hast du DAS gesehen?!“ 😂😂😂

Pilze. Flechten. Bäume. Kleine Pflanzen. Felsen. Lichtspiele.

Und natürlich alles, was irgendwie fotografierbar aussieht.

Was bei mir bekanntlich eine ausgesprochen grosszügige Definition hat. 🤣📸

🥹 Und plötzlich ein bisschen Mittelerde...

Auf einer Bank mit herrlicher Aussicht auf den Silsersee machen wir eine kleine Pause.

Einfach sitzen.

Schauen.

Durchatmen.

Und dann geht es weiter.

Mitten durch diesen wunderschönen Wald führt ein schmaler Weg, eingerahmt von Lärchen und anderen Nadelbäumen, immer wieder fällt Sonnenlicht durch die Äste und irgendwo dazwischen tauchen die Berge auf.

Und ich schwöre euch:

Ich hatte plötzlich Herr-der-Ringe-Gefühle. 🥹🌲✨

So ein Weg, bei dem man fast damit rechnet, dass gleich irgendwo ein Hobbit um die Ecke kommt. 😂

Gänsehaut, wenn ich nur wieder daran denke.

Genau solche Wege sind der Grund, warum ich wandern gehe.

Nicht nur wegen eines Gipfels.

Nicht nur wegen eines Ziels.

Sondern wegen all dieser kleinen Welten dazwischen.

🏔️ Richtung Muotta da Güvè – und wir vergessen einfach die Zeit

Unser Ziel führt uns weiter Richtung Muotta da Güvè auf 2036 Metern.

Und der Weg dorthin ist eigentlich eine einzige grosse Entdeckungstour.

Pilze. 🍄
Bäume. 🌲
Felsen. 🪨
Pferde. 🐴
Bergpanoramen. 🏔️
Und immer wieder neue Ausblicke auf den Silsersee. 💙

Wir kommen aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus.

Von Müdigkeit?

Keine Spur.

Dass der Wecker um 4:30 Uhr geklingelt hat und bereits eine lange Anfahrt hinter uns liegt, ist längst vergessen.

Wir sind einfach da.

Mitten in dieser Landschaft.

Mitten in diesem Moment.

Alles andere ist für ein paar Stunden komplett ausgeblendet.

Und diese Ruhe...

Leute, diese Ruhe. 🥹💚

Wenn es ein besseres Entschleunigungsprogramm gibt, dann kenne ich es nicht.

Das Allerschönste daran: Wir begegnen unterwegs kaum anderen Wanderern.

Nur wir, der Wald, die Berge und alle paar Meter wieder:

„SCHATZ! GUCK MAL!“ 🤣❤️

🐜 Die kleinsten Bewohner bekommen natürlich auch ihre Aufmerksamkeit

Kurz vor dem eigentlichen Gipfel machen wir es uns noch einmal auf einer Bank gemütlich und packen unseren Proviant aus. 🥪

Während wir dort sitzen, wuselt es direkt vor unseren Füssen.

Waldameisen. 🐜

Fleissig am Arbeiten, schleppen, suchen, organisieren und tun.

Und natürlich sitzen wir irgendwann da und beobachten diese winzigen Tierchen, als würde gerade die spannendste Naturdokumentation der Welt vor uns laufen. 😂

Aber es IST spannend.

Wenn man sich die Zeit nimmt, genauer hinzuschauen, passiert in der Natur nämlich ständig irgendetwas.

Und während unten vor unseren Füssen die Ameisen ihr kleines Universum organisieren, ragen rund um uns diese gewaltigen Felswände über den dichten Wäldern auf.

Winzig und riesig gleichzeitig.

Ich liebe solche Momente. 🥹🌲🐜🏔️

☀️☁️ Und über uns spielt der Himmel sein eigenes Programm

Auch das Wetter macht die Landschaft an diesem Tag alles andere als langweilig.

Mal strahlt die Sonne durch die Wolken und lässt einzelne Stellen regelrecht aufleuchten.

Dann ziehen plötzlich dunkle Wolken über die Felswände und man denkt:

Oha... jetzt kommt's. 😅🌧️

Und kaum hat man den Gedanken fertig gedacht...

...ist die Sonne wieder da. ☀️😂

Dieses ständige Spiel aus Licht und Schatten verändert die Landschaft im Minutentakt.

Zum Glück blieb der Regen schlussendlich aus.

💚 Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass das Engadin wunderschön ist?

Auch auf dem Weg nach unten öffnen sich immer wieder fantastische Aus- und Weitblicke.

Der Silsersee liegt tief unter uns, eingerahmt von Wald und diesen gewaltigen Bergen.

Und ich frage mich wieder einmal:

Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass das Engadin wunderschön ist?

Ja?

Egal.

DAS ENGADIN IST WUNDERSCHÖN! 🤣😍🏔️💚

Egal, in welcher Ecke man hier wandern geht – für mich fühlt sich diese Gegend jedes Mal ein bisschen wie eine eigene Welt an.

Und was uns ebenfalls immer wieder auffällt:

Es ist unglaublich sauber.

🏡 Engadiner Häuser – weil selbst die Dörfer hier aussehen wie gemalt

Langsam führt uns der Weg wieder Richtung Zivilisation.

Vorbei an kleinen Ortschaften und diesen wunderschönen alten Engadiner Häusern, die der Landschaft noch einmal einen ganz eigenen Charakter geben.

Dicke Mauern, kleine Fenster, Holzelemente, wunderschöne Details...

Da läuft man nicht einfach vorbei.

Zumindest ich nicht. 🤣📸

Stehen bleiben.

Staunen.

Knipsen.

Drei Meter gehen.

Wieder stehen bleiben.

Wieder staunen.

Wieder knipsen.

Meter für Meter. 😂❤️

💒 Und plötzlich: eine Hochzeit mitten in dieser Traumkulisse

Bei der wunderschönen Bergkirche Santa Margarita in Crasta wartet dann noch eine ganz besondere Überraschung.

Draussen findet gerade eine Hochzeit statt. ❤️💍

Rundherum stehen mehrere Pferdekutschen und mit dieser Bergkulisse im Hintergrund sieht die ganze Szenerie einfach wunderschön aus.

So ein Moment, den man überhaupt nicht erwartet und der plötzlich perfekt in diesen Tag passt.

An dieser Stelle deshalb auch von uns:

Dem Brautpaar von Herzen alles Liebe und Gute für die gemeinsame Zukunft. ❤️🥹🍀

Was für eine Kulisse für diesen besonderen Tag!

💦 Die Fedacla – und Menschen, die freiwillig in dieses Wasser steigen 😳😂

Von hier aus folgen wir der Fedacla, auch Fexbach genannt.

Ein wunderschöner, wilder Gebirgsbach, dessen Wasser sich durch die Landschaft schlängelt.

Und ganz ehrlich:

Man sieht diesem Wasser die Temperatur schon an. 🥶🤣

Trotzdem wagen sich tatsächlich Menschen hinein.

Freiwillig.

Mit dem ganzen Körper.

Wir schauen uns an.

Und ziehen innerlich unseren Hut. 😂👏

Respekt.

Wir bleiben lieber bei der trockenen Variante des Naturerlebnisses. 🤣

😂 „Schatz, wir müssen unbedingt im Sommer wiederkommen!“

Immer wieder kommen wir an ganzen Flächen voller verdorrter Lupinen vorbei.

Und jedes Mal denke ich daran, wie wunderschön das hier einige Wochen früher aussehen muss. 💜

Also sage ich irgendwann wieder einmal zu Alex:

„Schatz, wir müssen unbedingt im Sommer mal hierherkommen!“

Kurze Pause.

Dann seine Antwort:

„Klar Schatz... aber weisst du, was das Beste ist?“

Ich: „Was?“

„Wir sind schon da.“

...

🤣🤣🤣🤣🤣

Danke, Schatz.

Wieder einmal hervorragend geholfen. 😂❤️

Ich liebe seinen Humor.

🌊 Der Plan mit der Schlucht... der leider keiner wurde

Spontan entscheiden wir uns, noch den Schluchtweg entlang der Fedacla zu nehmen.

Vor dem Einstieg steht eine Bank – also nutzen wir die Gelegenheit noch einmal für eine kurze Pause.

Eine etwas ältere Dame mit einem süssen kleinen Hund läuft kurz vor uns in Richtung Schlucht. 🐶

Wenige Minuten später kommt sie uns wieder entgegen.

Der Weg sei weiter unten gesperrt.

Och nööööö. 😭😂

Ein kurzer Blick in die swisstopo-App bestätigt es dann auch.

Hätte man natürlich vorher machen können.

Aber oben am Einstieg war nichts angeschrieben und manchmal gehört ein kleiner Planwechsel eben auch dazu. 😅

Schade ist es trotzdem, denn der Weg entlang der wilden Fedacla wäre bestimmt wunderschön gewesen.

Aber gut...

Dann müssen wir eben wiederkommen.

Furchtbar. Wirklich. Ganz schlimm. 🤣🤣🤣💚

🍂 Und sowieso... der goldene Oktober wartet schon

Und lange dauert es ja gar nicht mehr.

Bald beginnt wieder eine meiner allerliebsten Zeiten im Engadin:

der goldene Oktober. 🍂✨

Wenn sich die Lärchen verfärben und im Sonnenlicht regelrecht zu glühen beginnen...

Wenn die Wälder plötzlich goldgelb zwischen den grauen Felswänden leuchten...

Wenn aus einer ohnehin schon wunderschönen Landschaft noch einmal eine völlig andere Märchenwelt wird...

🥹🧡

Wer das einmal live erlebt hat, versteht wahrscheinlich, warum ich davon jedes Jahr wieder schwärme.

Und wer es noch nie gesehen hat:

Unbedingt irgendwann einmal erleben.

🥾 Von Waldwegen zurück auf Asphalt – Frechheit eigentlich 😂

Da der Schluchtweg gesperrt ist, laufen wir die wenigen Meter wieder zurück und nehmen schliesslich den Weg über die Strasse Richtung Sils.

Und nach Stunden auf wunderschönen weichen Waldwegen?

Asphalt.

Meine Füsse:

Entschuldigung?! Was soll DAS jetzt?! 🤣🤣🤣

Nach solchen Naturwegen fühlt sich eine geteerte Strasse tatsächlich fast wie eine persönliche Beleidigung an.

Aber gut.

Die Füsse müssen da jetzt durch. 😂🥾

Vorbei geht es an imposanten Hotels wie dem Waldhaus und dem Schweizerhof, bis wir schliesslich wieder durch das wunderschöne Sils laufen.

Auch am Nietzsche-Haus kommen wir vorbei.

Und dann...

taucht irgendwann unser Parkplatz wieder auf.

❤️ Das Auto – selten gleichzeitig so schön und so traurig 😂

Und plötzlich sind da zwei völlig unterschiedliche Gefühle.

Das eine Auge lacht.

Denn:

DAS AUTO! 😍🚗🤣

Die Füsse brennen langsam und sind durchaus bereit, ihre Arbeit für heute einzustellen.

Das andere Auge weint aber ein kleines bisschen.

Weil wir irgendwie...

noch gar nicht fertig sind mit Geniessen.

Kennt ihr dieses Gefühl?

Man ist müde.

Die Beine haben genug.

Eigentlich freut man sich aufs Sitzen.

Und gleichzeitig möchte man überhaupt nicht weg.

Man würde am liebsten einfach noch ein paar Stunden bleiben.

Noch einen Weg nehmen.

Noch einmal irgendwo stehen bleiben.

Noch einmal dieses Licht anschauen.

Noch einmal tief diese Luft einatmen.

🥹💚

🌅 Und der Julierpass sagt zum Abschied noch einmal „Schau mal...“

Also steigen wir schliesslich ins Auto und machen uns auf die rund zweistündige Heimfahrt.

Müde.

Die Beine schwer.

Die Speicherkarten ziemlich voll. 📸😂

Aber innerlich?

Randvoll mit Glück. ❤️

Und als wäre dieser Tag noch nicht schön genug gewesen, begleitet uns der Julierpass auf der Heimfahrt in wunderschönem Abendlicht.

Noch einmal leuchten die Berge.

Noch einmal schauen wir.

Noch einmal staunen wir.

Ein perfekter Abschluss für einen dieser Tage, bei denen man am Morgen losfährt, um wandern zu gehen...

...und am Abend mit so viel mehr nach Hause kommt. 🥹🏔️💚

Mit Bildern im Kopf.

Mit Momenten im Herzen.

Mit müden Füssen. 🤣🥾

Und wahrscheinlich mit ungefähr 400 Fotos, weil irgendjemand unterwegs einfach nicht aufhören konnte zu knipsen.

Wer das wohl war... 🤔📸🤣

Manche Wanderungen führen einfach von A nach B.

Und manche lassen einen unterwegs immer wieder vergessen, dass es überhaupt ein Ziel gibt.

Diese war definitiv eine von denen. 💚

Nun lasse ich die Fotos sprechen. 📸✨

Vielleicht bekommt ja der eine oder andere beim Anschauen selbst ein bisschen Engadin-Sehnsucht und wandert schon bald einmal auf diesen wunderschönen Wegen. 🥾🌲🏔️

Und falls ihr dort eine Wanderung kennt, die wir unbedingt noch entdecken müssen:

Immer her damit! 😍

Denn eines ist ziemlich sicher...

Wir kommen wieder. ❤️🏔️🌲

Und wahrscheinlich dauert es gar nicht sooo lange. 🤣💚

Bewertung: 5 Sterne
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Kommentare

Berrylune
Vor 15 Stunden

Eine Wanderung dieser Art ist so unglaublich schön gewesen, das selbst der Himmel es schwer hat, dieses wunderschöne Erlebnis zu toppen <3