🥾💚 Verwallsee – Fliegenpilze, Achselhaare und ein kleines Stück Bergparadies

Es ist wieder Samstag.

Und ganz ehrlich?

Nach dem letzten Wochenende zappeln meine Füsse schon wieder nach neuen Wegen. 🥾😂

Es gibt noch so viele Orte, die ich sehen möchte, so viele Wege, die irgendwo auf meiner Liste stehen und geduldig darauf warten, dass ich endlich auftauche. Und weil ich Österreich noch längst nicht so gut kenne, fällt die Entscheidung diesmal ziemlich schnell:

Erst mal Schatz abholen – und dann ab Richtung St. Anton am Arlberg. ❤️🏔️

Eigentlich hatte ich nämlich die Schnanner Klamm im Kopf. Ich hatte Fotos davon gesehen und mein inneres Mietzi machte sofort:

Aaaaaaaaaawwwww. 😍

Also klar. Da MUSS ich hin.

Doch irgendwo unterwegs fällt mir plötzlich ein, dass da noch etwas auf meiner To-do-Liste schlummert: die Wanderung von St. Anton zum Verwallsee.

Und zum Glück habe ich einen Menschen an meiner Seite, bei dem spontane Planänderungen ungefähr dieselbe Reaktion auslösen wie bei mir:

„Jaaaaa, machen wir!“ 🤣❤️

Also wird kurzerhand umgeplant. Erst die grössere Tour zum Verwallsee – und danach „noch schnell“ der kleine Abstecher zur Klamm.

Noch wissen wir nicht, dass dieser Tag bereits auf den ersten Metern anfangen wird, uns mit kleinen Überraschungen zu bewerfen.

🏔️ Wenn schon die Anfahrt „WOW“ schreit

Leuteeeee…

ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll zu schwärmen. 🥹

Allein die Fahrt Richtung St. Anton ist schon wunderschön. Berge, Täler, Landschaft – ständig gibt es irgendwo etwas zu sehen, und eigentlich könnte man schon unterwegs alle paar Kilometer wieder stehen bleiben.

In St. Anton angekommen, parkieren wir beim Parkplatz Verwall. Ein schöner grosser Parkplatz – und zu unserer Freude sogar kostenlos.

Rucksack raus, Kamera geschnappt und los geht’s.

Und ab diesem Moment beginnt wieder das, was unsere Wanderungen inzwischen ziemlich zuverlässig begleitet:

„Schatz, schau mal!“

„Boah, guck mal da!“

„Hast DU DAS gesehen?!“

Und dann plötzlich:

„HEY! EIN FLIEGENPIIIIIILZ!!!“ 🍄🤣😍

🍄 KREIIIIISCH – ein Fliegenpilz!

Wer mich kennt, weiss: Ich liebe die Natur.

Aber wenn ich etwas entdecke, das ich besonders mag, verwandelt sich die erwachsene Frau mit Kamera innerhalb ungefähr einer halben Sekunde in ein fünfjähriges Kind.

Und Fliegenpilze?

Fliegenpilze sind Eskalationsstufe Rot. 🤣🍄❤️

Man sieht sie manchmal so selten – und dieser hier hat sich auch noch richtig Mühe gegeben, nicht entdeckt zu werden. Abseits des Weges, etwas versteckt am Hang.

Wären vorne nicht die vielen anderen Pilze wie eine kleine Empfangskommission gestanden, hätten wir ihn vielleicht tatsächlich übersehen.

Aber natürlich nicht mit uns. 😎

Schatz hält mich fest, während ich vorsichtig ein Stück das Bord hinuntersteige, damit ich dieses Prachtexemplar fotografieren kann.

Und da sitzt er.

Rot. Weiss gepunktet. Perfekt.

Ich bestaune ihn, fotografiere ihn und freue mich wahrscheinlich derart offensichtlich, dass meine Augen heller glänzen als jeder Diamant. 🥹🍄📸

Und genau solche Momente liebe ich.

Es braucht manchmal gar nichts Grosses.

Nur einen versteckten Pilz am Waldrand – und zwei Menschen, die sich gemeinsam darüber freuen können.

😂 Der Tunnel mit Korsett

Glücklich über unsere erste grosse Entdeckung ziehen wir weiter Richtung Verwallsee.

Und langweilig wird dieser Weg wirklich keine Sekunde.

Immer wieder lohnt sich auch der Blick zurück auf die umliegenden Berge. Wälder wechseln sich mit Wiesen ab, es geht mal höher, mal tiefer, und überall gibt es diese kleinen Dinge, wegen denen wir ständig stehen bleiben.

Irgendwann erreichen wir einen kleinen Tunnel.

An seiner Decke verlaufen merkwürdige rote „Fäden“ oder Bänder.

Was sie bedeuten?

Keine Ahnung. 🤣

Aber für mich sieht es aus, als hätte jemand dem Tunnel ein Korsett angezogen.

Und dann stellen wir etwas noch viel Wichtigeres fest:

ES HALLT.

Nun könnte man natürlich einfach ganz normal durch einen Tunnel gehen.

Könnte man.

Wir offenbar nicht. 😂

Also geben zwei erwachsene Menschen irgendwelche bekloppten Laute von sich und freuen sich wie kleine Kinder darüber, dass sie von den Wänden zurückgeworfen werden.

Herrlich.

Einfach herrlich schön bekloppt.

Und ich liebe genau das. ❤️🤣

🌲 Willkommen in Schlumpfhausen

Danach verschluckt uns wieder der Wald.

Und hach…

diese Waldböden. 💚

Moos überall. Weich, sattgrün und flauschig aussehend, als hätte jemand den kompletten Waldboden mit einem gigantischen Naturteppich ausgelegt.

Man möchte sich einfach hineinlegen und schlafen.

Und überall:

Pilze.

Kleine Pilze. Grosse Pilze. Gruppen. Einzelgänger. Perfekte Exemplare und solche, die aussehen, als hätten sie schon drei Waldpartys hinter sich. 🤣🍄

Ich bin im Paradies.

Oder vielleicht sind wir längst in Schlumpfhausen angekommen.

Wer weiss schon, ob wir nicht die ganze Zeit aus irgendeinem Moosbüschel beobachtet werden. 😂💙🍄

Und genau das liebe ich an solchen Wegen: Man muss nicht immer nur nach vorne schauen.

Manchmal liegt das Schönste zehn Zentimeter neben dem Wanderweg.

🐴 Und plötzlich wird es ganz still im Kopf

Dann kommen wir an einem Zaun vorbei.

Dahinter stehen Haflinger und Kühe.

Und für einen Moment möchte ich eigentlich gar nicht mehr weiter.

Diese Tiere, mitten in dieser wunderschönen, unverbauten Berglandschaft… die Wiesen, der Wald dahinter, die Berge ringsherum – und dann das Wiehern der Pferde.

Gänsehaut. 🥹❤️

Genau dort gehören sie für mich hin.

Sie wirken nicht wie etwas, das in diese Landschaft hineingestellt wurde.

Sie gehören zu diesem Bild.

Und machen etwas ohnehin schon Wunderschönes noch ein kleines bisschen perfekter.

Ich könnte ewig dort stehen.

Aber irgendwo da vorne wartet noch ein See auf uns.

Und später ja auch noch diese ominöse Klamm…

Also los.

💎 Und dann liegt er plötzlich vor uns

Es dauert nicht mehr lange.

Zwischen den Bäumen schimmert plötzlich Farbe hindurch.

Türkis.

Und als wir den Verwallsee richtig sehen können, bleibt einem für einen Moment tatsächlich fast der Atem weg.

Was für ein Ort. 🥹💚

Türkisfarbenes Wasser, eingebettet zwischen Wald und Bergen. Das Wasser so klar, dass man bis hineinsehen kann, und diese Farbe wirkt beinahe unwirklich.

So ein See, bei dem das Gehirn kurz sagt:

„Moment… ist das echt?“

Ja.

Ist es.

Und natürlich stehen wir beide da und sind geflasht. 😂❤️

Mein Schatz entdeckt die Fische im klaren Wasser und freut sich riesig darüber.

Und ich?

Ich habe Wasser in den Augen.

Nicht vom See.

Sondern einfach von allem.

Von diesem Ort.

Von diesen Farben.

Von diesem Tag.

Und vielleicht auch ein bisschen davon, dass ich hier gerade nicht alleine stehe. ❤️

Denn schöne Orte sind etwas Besonderes.

Aber einen Menschen neben sich zu haben, der genauso hinschaut, genauso staunt und genauso viel Freude an diesen kleinen Dingen hat…

das macht sie für mich noch schöner.

🍄 Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Pilze mag?

Rund um den See gibt es genügend Sitzgelegenheiten und auch einen wirklich tollen Spielplatz für die Kleinen.

Wir allerdings brauchen eigentlich gar keine Unterhaltung.

Uns reicht die Natur vollkommen. 😂

Wir wandern gemütlich um dieses kleine Juwel und entdecken schon wieder Pilze ohne Ende.

Habe ich eigentlich irgendwann einmal erwähnt, dass ich Pilze mag?

Nein?

Gut.

ICH MAG PILZE. 🤣🤣🤣🍄

Und zwar nicht nur auf dem Teller.

Gerade zum Fotografieren sind sie für mich wundervolle kleine Models. Manche stehen da wie frisch aus dem Bilderbuch, andere sind krumm, angeknabbert, schief oder schon etwas zerzaust.

Perfekt.

Oder eben:

perfekt unperfekt.

Und genau deshalb schön. 📸💚

Doch es sind nicht nur die Pilze.

Da sind schroffe Steinwände, Moos, Flechten, verwinkelte Wurzeln und Baumstümpfe, bei denen unsere Fantasie irgendwann endgültig übernimmt.

Einer sieht aus wie ein Mammut.

Und dann kommen wir zu diesen Tannen.

An ihren Ästen hängen lange Flechten herunter.

Mein Schatz schaut sie an und stellt fest:

Die Tannen haben Achselhaare.

…

Ja.

Danke dafür. 🤣🤣🤣🤣🤣

Ab diesem Moment kann ich diese Flechten natürlich NIE WIEDER normal anschauen.

❤️ Mit ihm wird aus einem Weg eine Geschichte

Und genau hier merke ich wieder etwas, das ich an unseren gemeinsamen Wanderungen inzwischen so sehr liebe.

Mit ihm wird aus einem Baum nicht einfach nur ein Baum.

Aus einem Baumstumpf wird ein Mammut.

Eine Tanne bekommt Achselhaare.

Irgendwo entsteht plötzlich eine Geschichte.

Dann kommt ein Spruch.

Dann wird gedichtet.

Dann lachen wir wieder.

Und fünf Minuten später stehen wir beide still da, weil irgendwo ein Tier auftaucht, ein Pilz wächst oder das Licht gerade wunderschön durch die Bäume fällt.

Wir schauen beide hin.

Vielleicht manchmal auf unterschiedliche Dinge.

Aber genau dadurch entdecken wir zusammen irgendwie noch viel mehr. 🥹❤️

Seine Art, die Natur zu betrachten, seine Sprüche, seine Geschichten und diese Freude am Entdecken machen für mich jede Wanderung noch einmal um eine grosse Portion schöner.

Und dafür bin ich unglaublich dankbar.

🌲 Noch einmal Wald – und ein paar Erdbeeren für die anderen

Für den Rückweg nehmen wir die Strasse, auf der auch der Bus fährt.

Aber selbst dort wird es keine Sekunde langweilig.

Wir kommen am Wagner Haus vorbei, einer wunderschönen Hütte mitten im Wald, und natürlich finden unsere Augen auch hier wieder genug Beschäftigung.

Sogar kleine Erdbeeren entdecken wir am Weg. 🍓

Die dürfen allerdings bleiben.

Es gibt schliesslich genug kleine Waldbewohner, die ebenfalls Hunger haben – und die haben sich ihre Wegzehrung verdient. 💚

Irgendwann taucht tatsächlich wieder der Parkplatz vor uns auf.

Und mein Schatz schaut mich an:

„Was? Sind wir schon wieder zurück? Ich will noch mehr!“

🤣❤️

JAAAAA!

Ich auch!

Aber weisst du was, Schatz?

Da wartet noch eine Klamm.

Und er hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung, was ihn dort erwartet. 😏🤣

🦜 Und dann wartet im Auto noch jemand…

Zurück beim Auto heisst es erst einmal: Rucksack in den Kofferraum, etwas trinken, kurz durchschnaufen.

Dann öffne ich das Auto und…

AAAAAAAAAWWWWWWWWWWWW!!!

KREIIIIIIIIIIIIIIIIISCH! 😭😍🤣❤️

Da sitzt etwas auf meinem Sitz.

Ein Plüschtier.

Von meinem Schatz.

Ein TUUUUKAN! 🦜❤️

Mit diesen herrlich langen orangefarbenen Beinen.

Ich drehe fast durch.

Ganz ehrlich – in diesem Moment fühle ich mich ungefähr gleichzeitig wie an Weihnachten, Geburtstag und als hätte ich gerade eben noch einen zweiten Fliegenpilz gefunden. 🤣🤣🤣

Natürlich wird er sofort eingepackt.

Der kommt mit.

Die Klamm muss schliesslich ebenfalls fachgerecht inspiziert werden.

Und inzwischen hat unser neuer Wanderbegleiter natürlich auch einen Namen bekommen:

Willi Wanderbein. 🦜🥾🤣

Aber Willis erster grosser Einsatz…

…ist eine andere Geschichte.

Denn jetzt wartet in Schnann eine Klamm auf uns.

Und was dort passiert ist, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. 😏💚

Bis dahin: Geniesst die Bilder, lasst euch ein bisschen von dieser wunderschönen Welt verzaubern und schaut beim nächsten Spaziergang vielleicht einmal genauer hin.

Unter einen Baum.

Neben den Weg.

Ins Moos.

Oder an die Achseln einer Tanne. 🤣🌲

Wer weiss, was ihr entdeckt.

Und vielleicht steht ihr irgendwann selbst am Verwallsee, schaut in dieses unglaublich türkise Wasser und denkt genau wie wir:

Aaaaaaaaaawwwww. 🥹💚

Falls ihr schon einmal dort wart, erzählt uns sehr gerne in den Kommentaren davon. ❤️

Und jetzt lasse ich wieder die Bilder sprechen.

📸🥾🍄🌲🏔️💚

Viel Spass beim Mitwandern!

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