π¦π Eis, Milchbrötchen und die schönsten Seen der Schweiz π₯Ύπ€£
Juhhuuuuu… ich habe es wieder getan π
Alle Jahre wieder zieht es mich zur wunderschönen Rundwanderung rund um den Cauma- und Crestasee ππ²
Und soll ich euch etwas verraten?
Diesmal war vieles anders.
Denn zum ersten Mal seit Langem war ich nicht alleine unterwegs. π
Und soll ich euch noch etwas verraten?
Es war wunderschön.
Nicht einfach nur schön.
Sondern dieses:
π lachen bis der Bauch weh tut π€£
π staunen bis man vergisst weiterzulaufen π
π und sich einfach rundum wohlfühlen π₯Ή
Man merkt plötzlich, wie besonders es ist, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der wirklich gerne wandert.
Nicht nur darüber spricht.
Sondern genauso begeistert stehen bleibt wegen einer Blume πΈ, eines Käfers π oder irgendeiner Wolke, die aussieht wie ein schlecht gelauntes Schaf π€£βοΈ
Und wenn diese Person dann auch noch Milchbrötchen mit Schokostückchen mitbringt...
...ja dann ist sowieso alles verloren ππ«π€£
Gefühlt war der Rucksack randvoll mit feinen Sachen und guter Laune.
Als würden wir schon seit zwanzig Jahren gemeinsam über Wanderwege stolpern. π
Gestartet sind wir wie so oft beim Parkplatz Crestasee 3 in Trin π ΏοΈ
Mein absoluter Lieblingsparkplatz.
Gross.
Praktisch.
Mit Feuerstellen π₯
Spielplatz π
und einem erstaunlich tollen Klo π€£
Man wird mit den Jahren bescheiden.
Schon auf dem ersten Abschnitt Richtung Crestasee war klar:
Heute wird kein Kilometerrekord aufgestellt. π
Dafür gab es einfach zu viel zu entdecken.
Blümchen πΈ
Tierchen π
Schmetterlinge π¦
spannende Details am Wegesrand πΏ
Vier Augen sehen halt doch mehr als zwei ππ
Und es macht unglaublich Spass, wenn plötzlich von hinten kommt:
π „Guck mal da!“ π
Oder:
π „Hier! Schnell!“ π€£
Manchmal war ich zu langsam.
Manchmal zu hektisch.
Manchmal war das Foto einfach Mist. π€£πΈ
Aber egal.
Wir hatten Spass.
Und genau darum geht’s.
Der Weg führte oberhalb am Crestasee vorbei.
Dieser erste Blick hinunter auf das türkisblaue Wasser π
Jedes Mal aufs Neue ein kleiner Wow-Moment.
Und während ich noch am Staunen war...
...bekam ich ein Eis spendiert. π¦π₯Ή
Eis.
Milchbrötchen.
Wunderschöne Natur.
Und die zauberhafteste Begleitung, die man sich wünschen kann.
In diesem Moment fühlte ich mich tatsächlich ein bisschen wie eine Wanderprinzessin. ππ€£π
Dann kam die grosse Überraschung des Tages.
π Die Felsbachschlucht.
So oft war ich schon hier unterwegs.
Aber diesen Weg?
Noch nie.
Und ganz ehrlich:
WOOOOOOOOOW π
Die Felsbachschlucht ist einfach unglaublich schön.
Felsen.
Wasser.
Moos.
Kühle Luft.
Und dieses Gefühl, plötzlich in einer ganz anderen Welt unterwegs zu sein. πΏπ¦
Wir blieben ständig stehen.
Zum Schauen.
Zum Staunen.
Zum Fotografieren.
Zum Knuddeln. π€π
Und jedes Mal dachte ich:
Warum war ich hier eigentlich noch nie?
Langsam ging es weiter bergauf Richtung Caumasee.
Der Weg zieht sich konstant nach oben.
Und die Hitze half nicht gerade dabei, sich wie eine Bergziege zu fühlen. π₯΅π€£
Aber ich wollte unbedingt von oben her zum See.
Denn dieser Blick...
Dieser unglaublich türkisblaue Caumasee π
Mitten im Uaul Grond π²
Eingebettet zwischen Wald und Felsen.
Der ist einfach jedes Mal etwas ganz Besonderes.
Natürlich mussten auch die Füsse ins Wasser. π¦
Wandergesetz.
Paragraph 1.
Wenn kaltes Wasser vorhanden ist:
π Füsse rein. π€£
Danach ging es weiter Richtung Conn.
Zur berühmten Aussichtsplattform Il Spir.
(Romanisch für Mauersegler)
Und hier wurde es für mich wieder spannend.
Denn obwohl ich keine Höhenangst habe...
...macht diese Plattform etwas mit mir.
Diese Treppen.
Dieses immer weiter hinaus über die Schlucht.
Diese gewaltigen Felsen direkt unter den Füssen.
π³π³π³
Alleine habe ich mich bisher nie ganz hoch getraut.
Diesmal schon.
Weil ich nicht alleine war. π
Und manchmal reicht genau das.
Eine Hand.
Ein Lächeln.
Ein:
π „Du schaffst das.“
Und plötzlich steht man da oben.
Mit weichen Knien.
Aber glücklich. π₯Ή
Selfies?
Nein danke. π€£
Fotos von der Aussicht?
Sehr gerne.
Und dann bitte wieder runter. π
Von dort ging es Richtung Endspurt zum Crestasee. Durch ruhige Waldwege π², über weiche Pfade π₯Ύ und mit einem etwas flotteren Tempo. Denn langsam meldeten sich die Kilometer. Immerhin waren es am Ende stolze 16.5 Kilometer π πͺ.
Am Crestasee angekommen gönnten wir uns noch eine kleine Pause. Einfach sitzen. Schauen. Geniessen. Und ein bisschen hinpfläumen. π€π Der Crestasee bleibt für mich eines der schönsten Naturjuwelen überhaupt. Und egal wie oft ich dort bin – ich freue mich jedes Mal wie beim ersten Besuch.
Zurück beim Auto war aber noch lange nicht Schluss. Decke raus. Schuhe weg. Füsse in die eiskalte Flem π¦βοΈ. Und plötzlich fühlte man sich wie neu geboren.
π Mein Fazit
Manche Wanderungen bleiben wegen der Landschaft in Erinnerung.
Manche wegen der Aussicht.
Und manche wegen der Person, mit der man sie erlebt. π
Diese Wanderung hatte einfach alles:
π² traumhafte Natur
π zwei wunderschöne Seen
π³ Angst überwinden
π¦ Eis
π€£ unendlich viel lachen
πΈ tausend Fotos
π und ganz viel Herz
Nach 16.5 Kilometern ging es müde, glücklich und mit einem Dauergrinsen im Gesicht nach Hause.
So glücklich wie ein Murmeltier im Blumenbeet. πΈπΏοΈπ€£
Kaum zu glauben, dass all diese Schönheit – die beeindruckende Rheinschlucht, die bizarren weissen Felswände, die türkisfarbenen Seen Caumasee und Crestasee und die weitläufigen Wälder – auf ein einziges gewaltiges Naturereignis zurückgeht.
Vor rund 9000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, ereignete sich hier der Flimser Bergsturz – einer der grössten bekannten Bergstürze weltweit πβ°οΈ. Rund 13 Kubikkilometer Kalkfels, was etwa 12 bis 13 Matterhörnern entspricht, stürzten vom Flimserstein ins Tal und verschütteten den Rhein vollständig.
Dadurch entstand zunächst ein riesiger See in der Ebene von Ilanz. Doch die Natur fand ihren eigenen Weg: Das Wasser schuf sich im Laufe der Zeit einen neuen Abfluss und formte dabei die einzigartige Rheinschlucht mit ihren bis zu 350 Meter hohen, hellen Kalkwänden und dem sich hindurchwindenden Vorderrhein πποΈ.
Auch die wunderschönen Bergseen Caumasee und Crestasee verdanken ihre Entstehung diesem gewaltigen Ereignis πβ¨.
Wenn man heute durch diese Landschaft wandert, fällt es schwer sich vorzustellen, welche unglaublichen Kräfte hier einst gewirkt haben. Und genau das macht diesen Ort für mich so besonders: Er ist nicht nur wunderschön, sondern erzählt auf Schritt und Tritt eine Geschichte, die vor Jahrtausenden begonnen hat πΏπ.
Und jetzt lasse ich die Fotos sprechen πΈβ¨.
Viel Freude beim Anschauen π
Vielleicht zieht es euch ja selbst einmal auf diese wunderschöne Rundwanderung durch eine der faszinierendsten Landschaften der Schweiz π₯Ύβ¨.
Kommentar hinzufΓΌgen
Kommentare