Zervreilasee – zwischen Bergtrollschloss und Schlumpfhausen 🏔️🍄💙
Ein Tag voller Staunen, Lachanfälle und kleiner Wunder
Es gibt Wanderungen, da kommt man mit müden Beinen nach Hause. Und dann gibt es Wanderungen, da kommen noch knapp 600 Fotos, ein völlig überfordertes Staun-Zentrum und Erinnerungen dazu, bei denen man schon beim Erzählen wieder grinsen muss. 🥹📸
Diese hier gehört definitiv zur zweiten Sorte.
Wir werden uns freiwillig an ein Seil hängen, einen türkisblauen See bestaunen, das angefangene Schloss eines Bergtrolls entdecken und durch einen Wald wandern, in dem offenbar jemand die komplette Fliegenpilzproduktion der Schweiz verteilt hat. Mein Schatz wird mich mit seinen Entdeckungen regelmässig fast aus den Wanderschuhen schreien. Und aus einem Rückweg von zweieinhalb Stunden wird … nun ja. Dazu kommen wir noch. 🤭
Aber erst einmal nehmen wir euch mit ins schöne Bündnerland. Zieht gute Schuhe an. Und bringt ein bisschen Zeit mit.
Bei uns weiss man schliesslich nie, was hinter dem nächsten Baum steht. 🍄😂
Auf nach Vals – mein Schatz wird wieder entführt 🚗🏔️
Heute geht’s wohin? Ja natürlich ins schöne Bündnerland, wohin denn sonst! Aaaaaber diesmal nicht ins Engadin. Heute zieht es uns in die Surselva, nach Vals. Neue Gegend, neues Tal, neues Abenteuer. Da hinten war ich noch nie, und allein dieser Gedanke lässt meine Vorfreude schon ordentlich hüpfen.
Mein Schatz weiss natürlich wieder nicht, was ich mit ihm vorhabe. Er darf einfach mitkommen und sich überraschen lassen. Ich liebe diese kleinen Entführungen – und inzwischen scheint er mindestens genauso viel Freude daran zu haben wie ich. 😍
Schon die Fahrt ins Tal ist ein Augenschmaus. Die Berghänge rücken näher, die Landschaft wird immer eindrücklicher, und mit jedem Stück, das wir weiter hineinfahren, wächst dieses wunderbar kribbelige Gefühl: Heute wartet etwas richtig Schönes auf uns.
Parkiert wird bei der Talstation der Gondelbahn nach Gadastatt. Den Parkvorgang starte ich bequem über die App und kann ihn später bei unserer Rückkehr wieder beenden. Am Schluss werden wir für elf Stunden neun Franken bezahlen. Zu diesem Zeitpunkt weiss ich allerdings noch nicht, wie gründlich wir diese elf Stunden mit Landschaft, Pilzen und völliger Begeisterung füllen werden. 🤣
Unsere Gondelfahrt nach oben kostet nichts. Ja, richtig gelesen: kostenlos. Darüber freue ich mich sehr.
Über einen anderen Bestandteil dieser Unternehmung freue ich mich etwas weniger.
Das Seil.
Also genauer gesagt: die Tatsache, dass ich mich gleich in eine Gondel setzen werde, die an besagtem Seil durch die Luft fährt. Ich habe nämlich Angst vor Bergbahnen. Und stehe jetzt an der Talstation mit der durchaus berechtigten inneren Frage:
„Warum zur Hölle habe ICH eine Wanderung geplant, für die ich mich freiwillig an ein Seil hängen lasse?!“ 😳🚡🤣
Für Rückfragen an die Reiseleitung bin leider ebenfalls ich zuständig. Ganz schlechte Organisation.
Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk startet die Bahn um 9.30 Uhr. Wir steigen ein, und dann macht mein Schatz etwas, das für mich zu den schönsten kleinen Momenten dieses Tages gehört: Er lenkt mich schon ab den ersten Metern so wunderbar ab, dass ich beinahe vergesse, wo wir gerade sind.
Nicht unten. Nicht auf festem Boden. Sondern irgendwo dazwischen.
Ich bin so mit ihm beschäftigt, dass die Angst für diese Fahrt in den Hintergrund rückt. Er ist einfach da, nimmt meine Aufmerksamkeit mit und macht aus etwas, vor dem mir mulmig ist, einen gemeinsamen Moment, in dem ich mich wohlfühlen kann.
Manchmal beginnt das Schönste an einem Ausflug schon, bevor man überhaupt den ersten Wanderschritt gemacht hat. 🥹❤️
Kaffee mit Aussicht und die ersten Herz-Kreislauf-Übungen ☕📸
Oben angekommen müssen wir erst einmal schauen. Und noch einmal schauen. Berge rundherum, Sonne, diese Weite – wir sind tatsächlich mittendrin.
Bevor es losgeht, gönnen wir uns im Bergrestaurant Gadastatt einen Kaffee draussen auf der grossen Terrasse. Die Sonnenstrahlen auf der Haut, die Aussicht vor der Nase und der ganze Tag noch vor uns. Genau so darf ein Abenteuer anfangen.
Danach zieht es mich aber endgültig auf den Weg. Ich freue mich wie ein kleines Kind, das weiss, dass gleich etwas Tolles passiert, nur noch nicht genau, wie toll. Die Kamera ist bereit. Mein Schatz ist bereit. Und Willi Wanderbein ist natürlich auch mit dabei. 🤭
Schon auf den ersten Metern gibt es so viel zu entdecken, dass wir kaum in einen normalen Gehrhythmus kommen. Wir schauen, bleiben stehen, drehen uns um und saugen die Umgebung auf. Andere Wanderer überholen uns. Das ist völlig in Ordnung – jeder hat sein eigenes Tempo.
Unseres wird heute offensichtlich von allem bestimmt, was neben dem Weg wohnt.
Und ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen: Schaut zwischendurch auch einmal genauer hin. Nicht nur zum nächsten Wegweiser oder zum grossen Gipfel am Horizont. Manchmal wartet direkt neben dem Schuh etwas, das genauso viel Freude macht.
Ein winziger Pilz. Ein Blatt im Sonnenlicht. Eine Pflanze, die zwischen zwei Steinen ihren Platz gefunden hat.
Bei uns läuft jedenfalls sehr schnell wieder das vertraute Programm:
„Schatz, schau mal!“
„Hast du das gesehen?“
„Da, guck!“
„Nein, doooort!“ 😂
Und plötzlich schreit es neben mir:
„ACH DU SCHEIIIISSE!“
Mein Puls erledigt spontan ein paar Höhenmeter ohne mich. Für eine Hundertstelsekunde stehen wahrscheinlich beide Füsse gleichzeitig in der Luft. Ich drehe mich erschrocken zu meinem Schatz – und sehe dieses Leuchten in seinen Augen.
„Daaaaaaaa! Pilze! Grooooosse Pilze!“
Ach so. Pilze.
Kein abstürzender Fels. Kein angreifendes Wildtier. Einfach nur die örtliche Pilzbevölkerung, gemeldet in der Lautstärke einer kleineren Naturkatastrophe. 🤣🍄
Und tatsächlich: wunderschöne, grosse Fliegenpilze! Sie stehen ein gutes Stück im Wald, also versuche ich, sie mit dem Zoom so gut wie möglich einzufangen.
Ich freue mich riesig über seinen Fund. Auch wenn mein Kreislauf die Art der Bekanntgabe kurz mit mir besprechen möchte.
Hätten wir da schon gewusst, was wir an diesem Tag noch alles sehen werden …
Eine Hochebene zum Verlieben – und Teller mit Punkten 🌾🍄
Der Weg führt uns weiter, bis sich die Landschaft zu dieser wunderschönen Hochebene mit Moor öffnet.
Leute. Diese Farben.
Zwischen dem Grün liegen goldene, rostrote und warme braune Töne. Einzelne Bäume stehen in der weiten Landschaft, dahinter bauen sich die Berge auf. Mal liegen Felsen offen im Licht, mal ziehen sich dunkle Waldflächen über die Hänge. Über uns ist der Himmel blau, und an den höheren Gipfeln hängen noch ein paar Wolken, als wollten sie ebenfalls ein bisschen bleiben. 🥹🏔️
Wir schauen nach vorne und drehen uns sofort wieder um, weil es hinter uns genauso schön ist. Dann geht der Blick hinauf zu den Bergen, hinunter ins Tal und hinüber auf die andere Seite.
Es ist eine dieser Gegenden, in denen die Augen ständig beschäftigt sind und man trotzdem das Gefühl hat, noch nicht genug gesehen zu haben.
Und plötzlich:
„STOOOOP! SCHAAATZ!“
Diesmal drehe ich mich schon mit einem breiten Grinsen um. Ich kenne diesen Ton inzwischen. Mein Mann hat wieder etwas gefunden.
Unter einem Nadelbaum, richtig gut versteckt, stehen Fliegenpilze.
Aber nicht einfach irgendwelche.
Die haben Hüte so gross wie Teller. 😳🍄
Wir schauen uns an, schauen wieder zu den Pilzen und können es kaum glauben. So grosse Fliegenpilze haben wir beide noch nie gesehen. Und nein, das ist diesmal keine dichterische Übertreibung meinerseits. Da stehen tatsächlich rote, gepunktete Teller im Wald.
Leider – oder eigentlich zum Glück für ihren ungestörten Standort – sind sie gut geschützt zwischen Ästen und Pflanzen. Wir wollen dort nicht hineinkriechen, herumtrampeln und für ein Foto alles kaputt machen. Also wird vom Weg aus geschaut und fotografiert, so gut es eben geht.
Ein Bild darf auch zeigen, dass etwas versteckt wächst. Wir müssen schliesslich nicht das halbe Wohnzimmer der Waldbevölkerung umräumen, nur weil ich die Kamera dabeihabe. 🌿
Völlig geflasht ziehen wir langsam weiter. Irgendwo wartet ja auch noch ein See auf uns. Den könnte man bei diesem Rahmenprogramm beinahe vergessen.
Da kommt schon die nächste Meldung:
„Schaaatz, ein Storch!“
Ein Storch? Hier oben?
Ich suche. Und suche noch ein bisschen.
Dann sehe ich ihn: eine Abbruchstelle im Felsen, deren Form tatsächlich wie ein fliegender Storch aussieht. Flügel, Körper, alles da – zumindest für zwei Menschen, deren Fantasie unterwegs offensichtlich genauso fleissig arbeitet wie die Kamera. 😂
Andere schauen Felsen an. Wir entdecken darin schon die nächste Besetzung für unseren Naturfilm.
Ein kleiner Handgriff und ein riesengrosses Türkis 💙
Unterwegs findet mein Schatz leider auch etwas, das überhaupt nicht hierhergehört: eine weggeworfene Red-Bull-Dose.
Er hebt sie auf und nimmt sie mit bis zum nächsten Abfalleimer. Kein grosses Theater, einfach machen.
Es ist schade, dass man an so einem schönen Ort überhaupt den Müll anderer Leute einsammeln muss. Gleichzeitig freue ich mich über diese ganz selbstverständliche Geste von ihm. Er entdeckt nicht nur die schönen Dinge. Er sieht auch das, was nicht liegen bleiben sollte. ❤️
Wir wandern weiter, immer wieder ein bisschen hinauf und hinunter, reden, lachen und lassen die Aussicht auf uns wirken. Dann erreichen wir eine kleine Ansammlung alter Häuser mit einer süssen Kapelle.
Verwittertes Holz, Steinmauern, die Dächer mitten in dieser Berglandschaft – schon das allein wäre ein Grund zum Stehenbleiben.
Und dann öffnet sich der Blick.
BÄMMM.
Da unten liegt der Zervreilasee. 💙
Dieses Wasser. Dieses Türkis. Diese Berge.
Wir bleiben einfach stehen.
Der See hat wenig Wasser, das sieht man deutlich an den freiliegenden Ufern. Schade ist es schon. Aber die Landschaft verliert deswegen nicht einen einzigen Zacken aus ihrer Krone. Zwischen den schroffen Felswänden und den bewaldeten Hängen liegt dieses leuchtende Blaugrün, als hätte jemand beschlossen, dass die Berge heute einen ganz besonderen Farbtupfer bekommen.
Der Blick wandert vom See zu den Felsen, vom Wald zu den alten Häusern und wieder zurück zum Wasser. Man möchte alles gleichzeitig anschauen und schafft es natürlich nicht.
Und diese Felsnadel da oben … 😳
Die sieht aus, als hätte irgendein Bergtroll sein Schloss angefangen und nach dem ersten Turm gesagt:
„Jo. Reicht.“ 🤣🏰
Der Rest des Bauprojekts wurde vermutlich zugunsten einer längeren Mittagspause eingestellt. Kann ich verstehen. Bei dieser Aussicht wäre ich auch nicht mehr besonders produktiv.
Wir stehen da, schauen und nehmen diesen Moment in uns auf. Das ist der Teil einer Wanderung, den keine Kilometerangabe erklären kann. Man ist einfach da. Neben einem steht der Lieblingsmensch. Vor einem liegt eine Landschaft, die gerade sämtliche Gedanken verdrängt.
Und für einen Augenblick braucht es wirklich nichts anderes. 🥹
Wenn selbst die Steine glitzern und die Schmetterlinge mithalten 🦋✨
Der Weg hinunter zur Staumauer ist schon wieder einer, auf dem es völlig unmöglich ist, einfach nur geradeaus zu gehen.
Auf der einen Seite begleitet uns die Aussicht. Auf der anderen warten Felsen, Gesteinsstrukturen, Pflanzen und immer neue kleine Einzelheiten. Manche Steine glänzen und glitzern im Licht so sehr, dass ich langsam den Eindruck bekomme, die Berge stehen hier auf Bling-Bling.
Dezent können sie offensichtlich auch nicht. Passt zu uns. 🤭✨
Dann ein Aufschrei von meiner besseren Hälfte.
Mein Herz weiss inzwischen zwar, dass solche Geräusche häufig etwas Schönes ankündigen. Es erschrickt vorsichtshalber trotzdem noch einmal.
Ich folge seinem Finger – und entdecke wunderschöne Schmetterlinge.
Kreiiiiisch! 🦋😍
Dieses Blau! Ein Bläuling sitzt auf einer violetten Blüte und leuchtet, als wollte er dem See da unten mitteilen:
„Guck, was du kannst, kann ich schon lange.“
Auf den Fotos sieht man sogar, wie viel auf diesen kleinen Blüten los ist. Geöffnete blaue Flügel, fein gepunktete Unterseiten, zarte Beine – eine ganze kleine Welt, während rundherum die riesigen Berge stehen.
Genau diesen Wechsel liebe ich. Eben noch schaue ich auf eine Felswand, die gefühlt den halben Himmel ausfüllt. Im nächsten Moment begeistert mich ein Tierchen auf einer einzigen Blüte.
Und mein Schatz steht daneben und freut sich mit mir über seinen Fund. Über unsere Entdeckung. Darüber, dass wir beide gerade dasselbe sehen und trotzdem jeder auf seine Weise darin versinkt.
Auf der Staumauer geht das Staunen nahtlos weiter. Wir schauen hinunter ins klare Wasser und entdecken Fische. Dann wieder hinauf zu den Bergen, die den See einrahmen, und schliesslich auf der anderen Seite in die Tiefe.
Was für ein Unterschied: hier das ruhige Wasser, dort dieser gewaltige Blick nach unten.
An der Mauer fliegen Schwalben hin und her. Es sieht aus, als würden sie mit der Luft spielen, wenden, vorbeiziehen und gleich noch eine Runde anhängen. Wir schauen ihnen eine Weile zu und freuen uns an diesem lebendigen Gewusel.
Und natürlich begegnen uns auch noch drei süsse Schafe. 🐑
Ein bisschen flauschiges Bodenpersonal darf bei so einem Ausflug schliesslich nicht fehlen.
„Wir gehen nur noch ein Stück“ – der berühmte Satz 🤭🥾
Am Ende der Staumauer beschliessen wir, noch ungefähr zwei Kilometer entlang des Sees weiterzugehen, bevor wir uns auf den Rückweg nach Vals machen.
Ein kleiner Abstecher. Ein bisschen Aussicht. Ganz harmlos.
Ihr kennt solche Entscheidungen. 😂
Der Weg ist zunächst geteert, weil man hier noch mit dem Auto bis zum weiter oben gelegenen Parkplatz fahren kann. Aber schon dieser zusätzliche Abschnitt lohnt sich unglaublich.
Wieder diese Aussicht. Wieder der See. Weiter oben eine Kapelle. Und dazwischen Felsen in allen möglichen Grössen und Lagen: nebeneinander, übereinander, mit Moos bewachsen oder mit Bäumen darauf.
Manchmal schauen wir hinauf und fragen uns, wie das überhaupt hält. Da steht ein Baum auf einem Felsblock, als wäre genau dieser Platz sorgfältig für ihn ausgesucht worden. Daneben liegt der nächste Stein so schräg, dass man automatisch noch einmal hinschaut.
Es wirkt stellenweise, als hätte jemand eine riesige Landschaft aus Felsen zusammengestellt und anschliessend beschlossen, noch ein paar Bäume hineinzustecken.
Die Natur braucht offenbar keine Anleitung.
Natürlich bekommt auch Willi Wanderbein seinen Auftritt vor dieser Kulisse. Er sitzt auf einem Stein, lässt die langen Beine baumeln und schaut so zufrieden in die Kamera, als hätte er persönlich die gesamte Wanderung organisiert. 🤣❤️
Dabei ist er der Einzige von uns, der sich heute überhaupt keine Gedanken über seine Knie machen muss. Frechheit eigentlich.
Nach ungefähr zwei Kilometern drehen wir um. So schön es ist: Der Abstieg nach Vals wartet noch.
Beim Restaurant gibt es die Möglichkeit, mit dem Postauto zurückzufahren. Wir entscheiden uns für den Wanderweg. Auf dem Wegweiser stehen zweieinhalb Stunden.
Zweieinhalb Stunden? Easy.
Wenn wir da schon gewusst hätten … 🍄
Der Wald macht die Tür auf – und wir kommen kaum mehr weiter 🌲📸
Kaum sind wir auf dem Wanderweg, stehen schon die ersten wunderschönen Pilze links und rechts.
Ich bin sofort wieder im Pilzfotografiermodus.
Kamera hoch, stehen bleiben, ein bisschen anders hinhalten, noch ein Bild. Weitergehen. Oh, da ist noch einer. Wieder stehen bleiben.
Mein Schatz beschäftigt sich währenddessen begeistert mit den Ameisenhaufen. Ich habe die Pilze, er hat das wuselige Bodenpersonal. Wir sind beide hervorragend versorgt. 😂🐜
Langsam führt uns der Weg tiefer in den Wald. Das Licht fällt zwischen den Bäumen hindurch auf den Boden. Moos liegt über Steinen und Wurzeln, und überall gibt es etwas zu entdecken.
Dann wird es hinter mir plötzlich still.
Ungewöhnlich still.
Mein Schatz steht wie angewurzelt da und murmelt leise:
„Da … da war doch gerade ein Eichhörnchen.“
Ich bleibe ebenfalls stehen. Wir schauen. Warten. Bewegen uns möglichst wenig.
Nichts.
Vielleicht war es doch nur ein Ast oder irgendeine Bewegung zwischen den Zweigen?
Wir gehen ein paar Schritte weiter – und da flitzt tatsächlich ein süsses kleines Fellknäuel kurz über die Wiese und verschwindet wieder im Wald. 🐿️😍
Juhuuu! Eichhörnchen bestätigt. Mein Mann hat noch keine Halluzinationen.
Erfreut ziehen wir weiter.
Also theoretisch.
Praktisch kommen wir nicht mehr besonders weit.
Denn was jetzt folgt, habe ich so wirklich noch nie erlebt.
Pilze. Pilze. Pilze.
Grosse, kleine, dicke, dünne, runde, schiefe, glatte, zerzauste. Sie stehen im Moos, am Wegesrand, unter Ästen und weiter drinnen zwischen den Bäumen. Manche sind so winzig, dass man sie beinahe übersieht. Andere wirken, als hätten sie sich vorgenommen, ein kleines Waldstück zu überdachen.
Es gibt Fliegenpilze mit ganz runden Hüten und welche, die sich schon weit geöffnet haben. Frische, beinahe makellose Exemplare stehen neben älteren, angeknabberten oder bereits deutlich vom Leben gezeichneten.
Welche ohne Punkte, welche mit ungefähr 14 Kilo Streuseln drauf. 🤣🍄
Bei manchen wurde offenbar sparsam dekoriert. Bei anderen ist dem zuständigen Waldkonditor der ganze Eimer ausgerutscht.
Und dazwischen wachsen all die anderen Pilze, deren Namen mir in diesem Moment völlig egal sind. Ich muss nicht wissen, wie jeder einzelne heisst, um ihn wunderschön zu finden.
Einer trägt seinen Hut wie einen kleinen Sonnenschirm. Ein anderer hat einen so zerfransten Rand, als wäre er nach einer sehr langen Nacht nicht mehr ganz ordentlich nach Hause gekommen. Wieder andere glänzen, als wären sie frisch lackiert worden.
Dann diese kugeligen Pilze mit den Löchern … 😂
Die sehen aus wie eine Familie kleiner Kartoffelwesen, die kollektiv beschlossen hat:
„Wenn wir uns nicht bewegen, sieht sie uns vielleicht nicht.“
Tja. Ungünstiger Tag für Tarnungsversuche.
Mietzi ist mit der Kamera unterwegs. 📸🤣
Ein Abstieg mit erstaunlich viel Bergauf und ein verdächtiger Farn 🌿😂
Während ich immer tiefer im Pilzhimmel verschwinde, fällt mir irgendwann etwas auf.
Wir gehen noch immer hinauf.
Also schon mit kleineren Gegenbewegungen, aber gefühlt führt uns dieser Rückweg nach unten erstaunlich oft nach oben.
Ich schaue auf den Weg und denke: Wir müssen doch nach Vals. Runter. Ins Tal. Warum laufen wir dann schon wieder hoch?
Kaum habe ich diesen Gedanken halb fertig, kommt hinter mir:
„SCHAAAAATZ! STOOOP! Komm zurück!“
Und ich weiss sofort: Da steht wieder ein Exemplar der Extraklasse.
Oder mein Schatz möchte überprüfen, ob mein Kreislauf nach wie vor einsatzbereit ist. Beides scheint heute eng miteinander verbunden zu sein. 🤣
So geht das gefühlt kilometerweise. Wir laufen ein Stück, entdecken etwas, bleiben stehen, lachen und vergessen für einen Moment wieder, dass wir eigentlich auf dem Rückweg sind.
Zwischen den Bäumen liegen riesige Felsblöcke mit dicken Moospolstern. Knorriges Holz schaut aus wie eine Figur, die gleich den Kopf drehen könnte. Helle Flechten ziehen sich durch das Grün, und die Sonnenflecken machen aus gewöhnlichen Waldstellen kleine Bühnen.
Irgendwann sehe ich weiter vorne etwas Auffälliges.
Was ist denn das?
„Schatz, schau mal. Was steht da?“
Er schaut ebenfalls und antwortet völlig trocken:
„Keine Ahnung. Geh schauen. Wenn es sich bewegt, hau drauf.“
Ich kann nicht mehr. 🤣🤣🤣
Dieser Mann. Mitten in dieser Landschaft kommt so ein Satz aus dem Nichts, und ich muss schon wieder lachen.
Ich gehe näher.
Es ist ein Farn.
Ein ganz friedlicher Farn in Herbstfarben, der zwischen all dem Grün aus der Entfernung erstaunlich auffällt. Zum Glück bewegt er sich nicht. Somit bleibt uns eine körperliche Auseinandersetzung mit der örtlichen Vegetation erspart.
Danke, mein Schatz. Für deinen Humor, deine Entdeckungen und dafür, dass selbst ein verdächtiges Gewächs am Wegesrand mit dir zur Geschichte wird. ❤️
Ein Häuschen im Wald – Hänsel und Gretel sind diesmal nicht zuständig 🕯️🌲
Ein Stück weiter entdecken wir ein kleines Häuschen.
Mitten in diesem Wald. An diesem schmalen Weg. Umgeben von Pilzen.
Also entschuldigung, aber wenn irgendwo ein Hexenhäuschen stehen könnte, dann doch bitte genau hier. 🤭
Wir kommen näher und sehen, dass die Türen offen stehen.
Hinter mir sagt mein Schatz:
„Lass mich vor.“
Aaaaw. 🥹
Sehr süss. Wirklich.
Meine Neugier hat zu diesem Zeitpunkt allerdings schon das Kommando übernommen, und ich laufe trotzdem einfach weiter. Das Herz schlägt ein bisschen schneller – diesmal nicht wegen eines Pilzalarms, sondern weil ich unbedingt wissen möchte, was sich dort verbirgt.
Und dann: tadaaaa.
Eine kleine Kapelle. Das Calfaria-Chappeli.
Nichts mit Hänsel und Gretel. Keine Hexe. Kein Lebkuchen. Dafür dieser stille kleine Ort zwischen den Bäumen.
Gerade nach unserem ganzen Gelächter hat das etwas sehr Schönes. Wir schauen hinein, nehmen die Einzelheiten wahr und lassen für einen Moment die besondere Stimmung dieses Plätzchens wirken.
Dann geht es weiter.
Hinauf natürlich.
Ich glaube, wir haben inzwischen gefühlt 200 Pilze fotografiert, und der Weg hat noch immer nicht endgültig beschlossen, seine Richtung mit dem Wort „Abstieg“ abzustimmen.
Langsam verschwindet die Sonne hinter dem Berg. Es wird frischer.
Wir sollten etwas zügiger weiterkommen.
Die Pilze wurden darüber offenbar nicht informiert.
„Schau nicht nach links“ ist leider keine funktionierende Anweisung 🍄🥹
Mein Schatz versucht inzwischen eine neue Methode.
„Schatz, lauf weiter. Schau nicht nach links.“
Also bitte.
Wir kennen uns doch jetzt wirklich gut genug, um zu wissen, was bei so einem Satz passiert. 🤣
Natürlich schaue ich nach links.
Und da stehen sie wieder: wunderschöne Fliegenpilze in allen Grössen. Manchmal halten wir vorsichtig einen Fuss daneben oder mein Schatz seine Hand dazu, damit man auf dem Foto überhaupt eine Vorstellung von den Dimensionen bekommt.
Weil es sonst wirklich niemand glaubt.
Die Kamera allein sagt ja nicht: Übrigens, dieser Pilz hat soeben beschlossen, über sich hinauszuwachsen.
Irgendwann geht es endlich abwärts. Und wie.
Steine, Wurzeln, Moos, Laub und nasse Stellen verlangen plötzlich deutlich mehr Aufmerksamkeit. Mein Knie beginnt langsam, über eine Kündigung nachzudenken. Es hat offenbar andere Vorstellungen davon, wie ein gemütlicher Ausflug ausklingen sollte. 🙈
Mein Schatz hilft mir wunderbar. Er stützt mich immer wieder und gibt mir Halt, während wir vorsichtig hinuntergehen. Dabei testet er auf den feuchten Steinen gelegentlich nicht nur sein Gleichgewicht, sondern gleich noch mein Herz mit.
Dieser Mann schafft es tatsächlich, mich gleichzeitig zu beruhigen und nervös zu machen. Eine besondere Begabung. ❤️😂
Es wird mittlerweile richtig frisch. Wir halten kurz an, machen aus den kurzen Hosen wieder lange, holen Pullover und Jacken hervor und stärken uns ein bisschen.
Dann erreichen wir ein schmales, aber gerades Wegstück.
Er bleibt stehen.
„Schau nicht nach links. Lauf weiter.“
Ich schaue nach links.
Und diesmal muss ich nicht einfach nur grinsen.
Diesmal bekomme ich Augenwasser. 🥹🍄
Zwischen den Bäumen stehen Fliegenpilze in einer Menge und Schönheit, die wir beide noch nie gesehen haben. Kleine rote Köpfchen, grössere Hüte, dicht beieinander und weiter auseinander, mitten im Gras und Grün.
Es sieht aus, als hätte jemand dort eine kleine Märchenwelt eingerichtet. Nicht irgendwo auf einem Bildschirm. Nicht künstlich dekoriert. Sondern einfach so, mitten in diesem Wald.
Schlumpfhausen hat auf dieser Wanderung eine Zweigstelle eröffnet. 😂🍄🌲
Mein Schatz hat Gänsehaut.
Ich stehe da und weiss gar nicht mehr, wohin mit meiner Freude.
Es ist nicht bloss die Menge der Pilze. Es ist dieser ganze Moment: Wir entdecken das zusammen. Er zeigt es mir. Ich schaue hin. Und wir sind beide gleichermassen überwältigt von etwas, das andere vielleicht einfach im Vorbeigehen als „ein paar Pilze“ wahrnehmen würden.
Für uns ist es gerade viel mehr.
Mein Schatz fragt:
„Wer hat hier eigentlich all die Fliegenpilze gestreut?“
Ja. Wer bitte? Und wie viel Freude muss derjenige daran gehabt haben?
Noch haben wir etwas Tageslicht. Natürlich fotografiere ich. Aber zwischen den Bildern schaue ich immer wieder einfach nur hin.
Weil ich diesen Anblick nicht ausschliesslich auf der Speicherkarte mitnehmen möchte. 🥹❤️
Korallen, ein Pilz-Poppes und die XXL-Abteilung 🤣🍄🟫
Als wäre das alles noch nicht genug, präsentiert uns der Wald gleich das nächste Kuriositätenkabinett.
Ein Pilz sieht aus wie der Poppes von Shin-Chan.
Wer Shin-Chan kennt, weiss ungefähr, was wir meinen. Wer ihn nicht kennt, darf sich einfach vorstellen, dass zwei erwachsene Menschen mitten im Wald vor einem Pilz stehen und sich über dessen Hinterteil-Ähnlichkeit köstlich amüsieren. 🤣
Würde und Ernsthaftigkeit sind heute offensichtlich nicht mitgewandert.
Dann entdecken wir einen Korallenpilz.
Aaaaw, wie schön ist der denn bitte? Diese vielen kleinen Verzweigungen! Es wirkt, als hätte sich ein winziges Korallenriff im Wald verirrt und beschlossen, dass es zwischen Moos und Blättern eigentlich auch ganz gemütlich ist.
Wir staunen, knipsen und gehen weiter.
Nicht lange.
Hinter mir kommt schon wieder:
„Ach du Scheisse. Was ist denn DAS?“
Neugierig bin ich natürlich sofort wieder an seiner Seite.
Und ja.
Ach du Scheisse. Was ist denn DAS?! 😳
Ein riesiger Pilz liegt ausgerissen und angeknabbert da. Grösser als unsere Füsse. Daneben, etwas im Dickicht versteckt, steht noch einer, fast genauso gross.
Nach den tellergrossen Fliegenpilzen am Vormittag waren wir eigentlich der Meinung, das Thema „beeindruckende Pilzgrösse“ sei bereits ausführlich behandelt worden.
Der Wald hatte offenbar noch eine Nachlieferung.
Mein Schatz hält wieder seine Hand als Grössenvergleich dazu. Wir schauen, fotografieren und sind endgültig geflasht.
Langsam wird es allerdings dunkler, und ein ordentliches Stück Weg liegt noch vor uns. Also müssen auch diese beiden Waldgiganten irgendwann ohne unsere Bewunderung weiterexistieren.
Auf der anderen Talseite sehen wir eine Felsabbruchstelle. Die helle, offene Wand hebt sich vom Wald ab, darunter liegen die heruntergebrochenen Steine.
„Schaaatz, schau mal!“
Er schaut hin und sagt trocken:
„Ja, siehste. Das passiert, wenn man Pilze ausreisst.“
Ich kriege mich kaum mehr ein. 🤣🤣🤣
Da steht dieser Mann neben mir und liefert nebenbei eine komplett neue Erklärung für die Entstehung von Felsstürzen.
Nach den Dimensionen der gerade entdeckten Pilze klingt das in unserem völlig überdrehten Wanderhirn für einen kurzen Moment sogar erstaunlich schlüssig.
Und weil wir noch Brötchen im Rucksack haben, ist auch die Verpflegung weiterhin gesichert. Mein Schatz meint bloss, falls die nicht reichen, gäbe es ja genug Pilze.
Erst die Brötchen. Und zur Not haben wir Pilze. 🤭
Zum Glück bleibt diese kulinarische Notfallplanung genau dort, wo sie hingehört: bei unseren Sprüchen. Gegessen wird der mitgebrachte Proviant. Die Pilze kommen bei uns auf die Speicherkarte, nicht aufs Brötchen. 📸🍄
Jetzt wird aus Staunen Konzentration 🥾🌲
Der eigentliche steile Abstieg hat es dann noch einmal in sich.
Hier ist Schluss mit gemütlichem Dahinschlendern. Der Untergrund ist stellenweise nass und rutschig, Steine und Wurzeln verlangen saubere Schritte, und neben dem schmalen Weg fällt das Gelände teilweise sehr steil ab.
Ich bin wirklich froh, meinen Schatz an meiner Seite zu haben.
Er hilft mir an den schwierigeren Stellen, und wir gehen aufmerksam weiter. Mein Knie ist inzwischen im ausgesprochen unzufriedenen Modus, die Beine werden müde, und ich merke deutlich, dass wir schon einen langen Tag hinter uns haben.
Deshalb wandert die Kamera jetzt in den Rucksack.
Ja. Tatsächlich.
Auch ich erkenne irgendwann an, dass zwei freie Hände und ein sicherer Tritt wichtiger sind als das nächste Foto. Deshalb gibt es von diesem letzten anspruchsvolleren Abschnitt auch keine Bilder.
So schön der Rückweg ist: Er ist kein beiläufiger Spaziergang. Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Konzentration sind hier für uns unverzichtbar – besonders mit der Nässe und der zunehmenden Müdigkeit.
Wir schaffen es gerade noch vor der Dunkelheit hinunter zur Strasse. Für das letzte Stück zum Auto kommt dann die Taschenlampe zum Einsatz.
Darüber sind wir froh. Und bei aller Begeisterung ist auch klar: So knapp bis zum Ende des Tageslichts möchten wir einen solchen Waldabstieg nicht als Vorbild empfehlen. Die Fotos waren wunderschön, aber die Zeit ist dabei deutlich schneller verschwunden, als es sich unterwegs angefühlt hat.
Jetzt zählt vor allem, gut beim Auto anzukommen.
Brennende Füsse, volle Speicherkarte und ein noch volleres Herz ❤️
Als wir endlich beim Auto stehen, brennen die Füsse. Wir sind müde. Sehr müde.
Aber glücklich wie zwei Murmeltiere im Gartenbeet. 🥹😂
Aus den angeschriebenen zweieinhalb Stunden für den Rückweg sind bei uns mit all unseren Entdeckungs- und Fotopausen knapp viereinhalb geworden.
Der Wegweiser hat wahrscheinlich einfach nicht mit uns gerechnet.
Vor allem nicht mit mir, einer Kamera und diesem ausserordentlich engagierten Pilz-Entdeckungsdienst an meiner Seite. 🤭🍄
Die Wanderschuhe dürfen jetzt endlich aus. Selten fühlt sich ein Wechsel in bequemere Schuhe so sehr nach persönlicher Erlösung an. Ich beende den Parkvorgang, und dann machen wir uns auf den Heimweg.
Hinter uns liegen knapp 18 Kilometer, 490 Höhenmeter bergauf und 1020 Höhenmeter bergab. Wir waren über zehn Stunden unterwegs und bringen knapp 600 Fotos mit nach Hause. Nach dem Bearbeiten und Aussortieren bleiben 368 Bilder für die Galerie.
Jaaa. Ich weiss.
Andere bringen von einem Wandertag ein paar schöne Erinnerungsfotos mit.
Ich bringe einen beträchtlichen Teil der anwesenden Pilzbevölkerung in digitaler Form nach Hause. 🤣📸
Aber die schönsten Dinge dieses Tages lassen sich trotzdem nicht einfach durchzählen.
Nicht die Male, in denen wir gleichzeitig stehen geblieben sind. Nicht die Lachanfälle über Sätze, die völlig aus dem Nichts kamen. Nicht dieses Leuchten in seinen Augen, wenn er wieder etwas für mich entdeckt hat. Und auch nicht der Moment, in dem ich vor lauter Freude Augenwasser hatte und er neben mir mit Gänsehaut stand.
Mein persönliches Fazit 🏔️💙
Diese Wanderung hat uns so viel geschenkt.
Die Aussicht von Gadastatt, die weite Moorlandschaft, die alten Häuser und Kapellen, das unglaubliche Türkis des Zervreilasees und diese schroffen Berge. Dazu glitzernde Steine, Schmetterlinge, Fische, Schafe, ein kurzes Eichhörnchen-Glück und ein Wald, der uns mit seinen Pilzen immer wieder sprachlos gemacht hat.
Und mittendrin wir zwei.
Am Morgen lenkt mich mein Schatz in der Gondel so wunderbar ab, dass meine Angst für eine Weile leiser wird. Am Abend gibt er mir beim Abstieg Halt, wenn das Knie müde ist und die Steine rutschig werden.
Dazwischen erschreckt er mich mit begeisterten Pilzmeldungen, sammelt fremden Müll ein, entdeckt einen Storch im Felsen und erklärt mir, warum man besser keine riesigen Pilze ausreisst. 😂❤️
Genau diese Mischung liebe ich.
Mit ihm darf ich staunen, kreischen, albern sein und vor Freude feuchte Augen bekommen. Und er steht nicht einfach nur daneben und wartet, bis ich fertig bin.
Er schaut mit. Er entdeckt mit. Er freut sich mit.
Mein Schatz, danke für deine Augen überall, deinen herrlich trockenen Humor und deine Hilfe an diesem langen Tag. Danke dafür, dass du mir Dinge zeigst, an denen ich vielleicht vorbeigelaufen wäre. Und dafür, dass wir aus einer Wanderung so viele gemeinsame kleine Geschichten machen.
Ich könnte euch noch viel mehr erzählen. Von noch einem Pilz, noch einer Aussicht und noch einem Satz, bei dem ich lachen musste.
Aber jetzt dürfen die Bilder sprechen.
Viel Freude beim Mitwandern, Mitschauen und Mitlachen, ihr Lieben. Und schaut ruhig auch einmal nach links. Manchmal liegt dort ein ganzes Schlumpfhausen. 🍄🌲🥹❤️
Kleiner Hinweis fürs Nachwandern 🥾
Unsere lange Runde mit See-Abstecher und Rückweg nach Vals ist nicht mit dem kürzeren Panoramaweg allein gleichzusetzen. Die knapp viereinhalb Stunden am Rückweg enthalten unsere vielen Fotopausen und sind keine allgemeine Gehzeitangabe. Plant genügend Tageslichtreserve ein und berücksichtigt die Verhältnisse: Die SAC-Schwierigkeitsbewertung setzt günstige Bedingungen voraus. Auch bei T2 gehören teilweise steiles Gelände und mögliche Absturzgefahr dazu; elementare Trittsicherheit ist erforderlich.
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